Netzwerk-Initiative "Spirituelle Krisen und Transformation"
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Leseprobe aus:


Gespräche mit Kundalini






von Ulrike Ußleber


Books on Demand; 2. Auflage. (25. August 2011),
ISBN-10: 384236579
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Aus dem Vorwort:

Im Sommer 2006 erhielt ich folgende Eingebung: „Schreibe über Deinen Kundalini-Prozess!“

Ich war von dieser Idee begeistert und machte mich unmittelbar ans Werk. Da die Kundalini bereits seit 2 Jahren mächtig in mir arbeitete, war es für mich zunächst unumgänglich, jenen Zeitraum aufzuarbeiten und zu beschreiben. Als ich damit fertig war, schrieb ich in der Gegenwart weiter und nach kurzer Zeit begannen meine Dialoge mit der Kundalini.

 Da dieser Prozess (wie ich inzwischen weiß), niemals aufhört, lade ich den Leser ein, mich ein kleines Stück zu begleiten. Ich hoffe, dadurch einen Teil an Aufklärung beizutragen.

****

Erste  Dialoge mit der Kundalini

03  Januar 07

Es kribbelt auf meinem Scheitel, die Energie drückt. Ich fühle, wie nah sie dran ist durchzubrechen. Ich entscheide mich diese Erfahrung zu machen, obwohl ich nicht weiß, was passieren wird. Eigentlich habe ich gar keine andere Wahl. Sie ist das einzige, was mir weiterhelfen kann. Ich spüre dennoch großen Widerstand in mir, doch irgendwie spüre ich auch, dass ich dieser Widerstand nicht bin. Es sind die massiven Stränge, die wie Gitterstäbe mein Ego umklammern.

Alles, alles soll ich verlernen und loslassen.

 „Aber wie soll ich denn weiterhin meine gesellschaftliche Rolle spielen?“  rief ich  gestern Abend verzweifelt. in den Himmel, „wie soll ich mich verhalten?“

 Die Antwort kam unmittelbar und beruhigte mich:

 - Verhalte Dich einfach so, wie Du Dich fühlst!

 Doch befriedigt war ich trotzdem nicht:

Aber wenn sie sehen oder ich ihnen zeige, wie ängstlich und verunsichert ich bin, werden sie mich nicht mehr in meiner Rolle anerkennen!

 - Welche Rolle spielst Du denn?

 Hauptberuflich Fußpflegerin in zwei Einrichtungen für geistig behinderte Menschen.

 - Spielst Du vielleicht zufällig auch noch eine andere Rolle dabei?

 In der Tat! Und diese andere Rolle macht mir die erstere erst möglich.

 - Aha, und die wäre?

 Es ist eigentlich gar keine Rolle, wenn ich so darüber nachdenke.

 - Was ist es denn?

 Es ist ein Bedürfnis, Deine Liebe und Energie weiterzugeben und ich sehe im Moment keinen anderen Rahmen, in dem ich dies umsetzen und gleichzeitig Geld für unseren Lebensunterhalt verdienen kann.

 - Nun schau, mein Liebe, Du hast schon sehr gute Arbeit geleistet! Wirklich!

 Wirklich?

 - Ja, Du hast z.B. nun die Erkenntnis erworben, dass Du Deine eigene Schöpferin bist, und zwar bewusst! Du siehst vielleicht momentan noch nicht die Möglichkeiten, aber je mehr Du Dich auf mich verlässt, umso mehr Wirklichkeiten stehen Dir offen. Und auch andere Rahmen.

 Also empfiehlst Du mir, erst einmal meine Rolle weiterzuspielen?

 - Ja, und dabei verlässt Du Dich immer mehr auf Deine Intuition und Deinem Gefühl. Nimm es Dir täglich vor. Mach es zu Deinem Hauptstudium und entscheide Dich, nur einzig diesen Weg zu verfolgen. Alles andere ergibt sich!

 Auf, auf zu Gott ich komme!

              

23  Februar 07

 Ich habe heute eine konkrete Frage:

Wann hört dieser Zustand, in dem ich mich nun schon fast vier Jahre befinde, endlich auf?

 - Er hört niemals auf!

 Soll das heißen, dass ich ständig mit so unkontrollierbaren Körpergefühlen zu tun haben werde?

 - Nein!

Dein Körper passt sich früher oder später an die aufsteigende Energie an. Da hat er schon viel zu bewältigen.

 Ja, das kannst Du wohl laut sagen. Also Du meinst, dass ich einfach abwarten sollte und mein Vertrauen bewahren?

- Was hättest Du sonst für eine Wahl?

Ich könnte sterben.

 - Gut, was noch?

 Ich könnte in die Klapsmühle kommen.

 - Auch möglich!

 Ich könnte ein Pflegefall werden.

 - Nicht undenkbar! Und das Schlimmste?

 Es gibt gar keine Kundalini und ich bin von einer fremden Macht besessen.

 - Oh je, dass sind ja entsetzliche Aussichten…..!

 Ja, und ich weiß, dass das die Aussichten der Angst sind, denen ich mich zwar stellen muss, indem ich sie anschaue und ernst nehme, aber sie reizen mich absolut nicht.

Und ich weiß, dass mich Deine Liebe begleitet, auch wenn mir vor lauter Ängsten regelrecht übel wird.

 - Kind, meine Liebe wird Dich  i m m e r  in jedem Augenblick begleiten, so oder so!

Du hast sie doch schon längst gewählt.

 Ja, ich habe Dich gewählt und meine Angst spielt verrückt und dann erdreistest Du Dir auch noch, uns in den finanziellen Ruin zu bringen. So hab ich mir das nicht vorgestellt!

 - Nein?

 Nein!

 - Dann stelle Dir etwas anderes vor.

 Ich stelle mir vor, dass ich vor  N I C H T S  mehr Angst  habe.

 - Was meinst Du mit diesem  N I C H T S?

 Mit diesem N I C H T S meine ich, dass ich alles loslassen kann, um in Deiner Liebe zu versinken. Mit anderen Worten, immer zu erkennen, dass es außer Dir nichts anderes gibt und von daher auch keinen Grund, mich vor irgendetwas zu fürchten.

 

13. März 07

 Meine ständige seelische Aufbauarbeit zerrt an meinen Kräften, sodass ich selbst aufpassen muss, nicht mit nach unten gerissen zu werden. Zum Glück lösen sich aber auch Knoten bei mir und die Angst wird weniger.

 

16. März 07

 Kann es sein, dass wir heute eine Verabredung haben?

 - Wie kommst Du darauf?

 Na, das ist einfach so ein Gefühl dafür!

 - Du wirst immer besser.

 Worin?

 - Mich zu spüren.

 Oh Mann, ich spüre Dich fast den ganzen Tag rein körperlich. Du bist quasi jeden Moment präsent und ich kann mich nur mit äußerster Hingabe mit etwas anderem beschäftigen, ohne Dich zu spüren.

Manchmal ertrag ich das kaum.

 - Ich weiß. Aber das kommt deshalb, weil sich in Dir immer noch etwas wehrt.

 Ja und was?

 - Dein gewohntes Leben. Es ist außer Kontrolle geraten.

Du hast in Deinem gewohnten Leben jeden Tag sehnsüchtig meine Gegenwart herbeigefleht und jetzt, wo ich Deine Gebete erhöre, ist es Dir zu viel.

 Auha, die Kritik sitzt.

 - Es ist keine Kritik, sondern lediglich eine Feststellung. Jetzt möchtest Du mich am liebsten wieder loswerden und in Dein gewohntes Leben zurückkehren, stimmt´s?

 Wenn ich ehrlich bin: ja! Ich habe mir einfach nicht vorstellen können, dass Du mit so einer Wucht in mein Leben trittst. Ich habe von Befreiung, Sanftheit, Liebe und wunderschönen Farben und Visionen geträumt.

 - Ja und ich habe Dich wachgerüttelt, denn das bin ich nicht. Ich bin viel mehr!

Außerdem war ich immer in Deinem Leben, Du warst nicht einen Augenblick ohne mich. Der einzige Unterschied ist jetzt, dass Du nicht mehr träumst und auch nicht mehr träumen kannst. Meine Präsenz ist zu stark, sodass Du nichts weiter tun kannst, als überleben oder auch nicht!

 Wie meinst Du das?

 - Überleben in dem  Sinne, dass Du mit meiner Gegenwart zurechtkommst und dich damit arrangierst. Oder auch nicht bedeutet, dass Du so viel Widerstand einsetzt, dass Dein Körper das nicht mehr aushält, krank wird und stirbt. Und Du eine Chance vertan hättest.

 Also entweder – oder?

 - Es ist keine Frage der Entscheidung. Es ist ein Prozess, den Du mit dem Verstand nicht mehr lösen kannst. Entschieden hast Du Dich schon längst. Es ist eine Frage, ob Du es aushältst.

 Wieso, wird es noch schlimmer?

 - Ja!

 Du bewirkst jede Sekunde etwas, ob Du es nun weißt oder nicht. Das Ego kannst Du ebenfalls nicht von mir trennen. Ich bin  a l l e s  was ist, klingelt’s?

 Nein!

 - Oje, da müssen wir noch einmal ganz von vorn ansetzen:

Also, das Ego ist eine Bewusstseinsform oder Ebene, die sich von mir getrennt glaubt. Und weil Ihr alle bestrebt seid, euch wieder mit mir eins zu fühlen, versucht das Ego in seinem Fokus, Glück, Liebe, Erfolg usw. von außen zu erhalten und zu erleben. Die Erfolgsquote ist dabei gar nicht einmal so schlecht, doch leider unberechenbar und vergänglich. Trotzdem wird  ja gerade dadurch Eure Illusion und das kosmische Spiel möglich.

 Gut, das habe ich soweit verstanden. Ich möchte aber noch zu dem Punkt zurückkommen, wo Du sagtest, dass nichts ohne deinen Willen geschieht.

Wie vereinbart sich diese Aussage mit der, dass Du uns unseren eigenen Willen gegeben hast?

 - Kein Problem! Mein Wille ist es, dass Ihr Euren Willen lebt. Und da wir nicht getrennt sind, erfahre ich mich durch Euren Willen, der sich zum Ausdruck bringt. Dadurch erlebe ich meine Vielfältigkeit durch jeden Einzelnen von Euch.

 Das klingt phantastisch. Wir sind nach Deinem Ebenbild erschaffen und haben einen freien Willen zu schöpfen, was immer wir wollen?

 - So ist es.

***

Kontakt zur Autorin:

 dieoeligenfuesse@t-online.de   ***  www.kundalinimentalbegleitung.de

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